innehalten

Schluss der großartigen Rede von Tom Adler, Demoteam, gestern auf der 589. Montagsdemo am 29.11.2021:
„Baustopp, innehalten, nachdenken, den Umstieg endlich ernsthaft diskutieren und ins Auge fassen – und für uns heißt das: zusammen OBEN BLEIBEN…“

Stand von vorgestern

„Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.“

aus „Der Dezember“ von Erich Kästner

Die sorgfältige Zusammenstellung in der
Mängelliste von Stuttgart 21 der Ingenieure 22 (Blog gestern) ist die aktualisierte Version vom 4.7.2018. Seither ist aber „viel geschehn“ und es „ward viel versäumt“. Liebe Ingenieure 22, ich fände eine Aktualisierung der Liste nach über 3 Jahren sehr sinnvoll.

Advent, Lichtlein flackert

Mit dem Volksentscheid hat Stuttgart 21 wieder Fahrt aufgenommen - Badische Neueste Nachrichten
Badische Neueste Nachrichten am Vorabend des 1. Advent.
Die ersten Schienen für die Tunnel des Bahnprojekts
Stuttgart 21 werden am Tunneleingang Stuttgart-Feuerbach abgeladen.
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Es wird immer weiter gebaut, obwohl das Projekt längst hoffnungslos gescheitert ist im Hinblick auf die wichtigsten Projektziele wie Leistungsfähigkeit, Bauzeit, Kosten u.a.

Mängelliste der Ingenieure 22:

Stuttgart 21 ist „akut notleidend“
Verringerte Leistungsfähigkeit Bahnknoten Stuttgart A1: Versprochene Leistung nicht einhaltbar S. 2 A2: Leistungsrückbau S. 3 A3: Stilllegung der vorhandenen Gleisanlagen noch ungeklärt A4: Mangelnde Robustheit des Fahrplans bei Störungen A4.1: Bei Tunnelsperrungen sind nicht alle Gleise nutzbar S. 3 A4.2: keine Ausweichmöglichkeit für S­Bahnen S. 3 B. Verringerte Sicherheit B1: sechsfach überhöhtes Gleisgefälle S. 3 B2: unzureichender Brandschutz S. 4 B3: Einschränkungen und fehlende Fluchtmöglichkeiten für Behinderte S. 4 B4: Enge auf Bahnsteigen und Zugängen S. 4 C. Baugrund­Risiken C1: Gefahr durch aufquellenden Anhydrit / Bauschäden durch Hebungen S. 5 C2: unsicherer Untergrund / Gefahr des Aufschwimmens S. 5 C3: Gefahr durch Erdfälle und Hangrutschungen S. 5 C4: Gefährdung Grund­ und Mineralwasser S. 5 D. Unkalkulierbare Kosten­Risiken D1: Baukosten vervielfacht / Kosten­Verschleierung S. 6 D2: Betriebswirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 nicht erreichbar S. 6 D3: Verstoß gegen DB­Konzernrichtlinien S. 6 D4: Verzugskosten S. 6 E. Ungelöste Flughafen­ und S­Bahn­Anbindung / Verkehrsprobleme bei ÖPNV E1: Störungsanfälliger Mischverkehr auf der Filderstrecke S. 6 E2: Minister­Erlaubnis zur Nutzung S­Bahn­Tunnel für Reisezugverkehr S. 7 E3: S­Bahn­ und Stadtbahn­Betrieb durch S­21 über Jahre beeinträchtigt S. 7 E4: Probleme bei Probebetrieb und Inbetriebnahme S. 7 F. Vertrags­ und Umsetzungsfragen F1: Bauzeiten­Überschreitungen – Fertigstellung um Jahre verzögert S. 7 F2: Planfeststellungen sind nicht abgeschlossen S. 7 G. Umwelt und Klima durch S­21 bedroht G1: erhöhter Energie­Aufwand und erhebliche CO2­Freisetzung bei S­21 S. 8 G2: Innerstädtische Naherholungsgebiete durch S­21 zerstört S. 8 G3: Erhöhte Überflutungsgefahr der Innenstadt durch S­21 S. 8

Beschönigung

Titelseite heute im Schwäbischen Tagblatt Tübingen und damit in der Südwestpresse Ulm:
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Im Bericht viel über die Volksabstimmung (Tenor „Mehrheit für Weiterbau“), nichts aber darüber, dass diese Volksabstimmung ungültig gewesen ist laut Landeswahlleitung.

Lügenprojekt

PM Aktionsbünnis: „Ein absurdes Projekt wie Stuttgart21 konnte nur so weit vorangetrieben werden, weil von Anfang an Fakten wie z.B. zur Leistungsfähigkeit und den Kosten geleugnet oder frei erfunden und Transparenzanforderungen ignoriert wurden.“

Kampfbegriff (2)

Richtig, lieber Jobst, mit „schräge Tiefhaltestelle“ ist alles gesagt. Aber es enthält auch die ganze Aggression der S-21-Gegner in ihrem Kampf gegen das Schadprojekt und ist kontraproduktiv im Hinblick auf Gesprächsbereitschaft. (Wenn jetzt das Verkehrsministerium an die FDP fällt, ist das für unsere Anliegen eine Katastrophe. Ich bin maßlos enttäuscht!)

Kampfbegriff (1)

Jobst Knoblauch in einer E-Mail von heute:
„Wir Gegner von S21 sollten nicht von einem Bahnhof sprechen, sondern nur von der

 schrägen Tiefhaltestelle.

 Damit ist alles gesagt. Wir bleiben oben.“

schäbiges Betrugsmanöver

Aktueller Rundbrief von Werner Sauerborn: „Am 27. November jährt sich zum zehnten Mal die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 mit ihren Vorläufen in der sog. Schlichtung von Geißler und dem Stresstest. Was ein Hochamt der direkten Demokratie und Bürgerbeteiligung hätte werden können, endete als Beleg des Gegenteils: ein organisiertes Betrugsmanöver, das damals schon, und heute erst recht, nicht mehr als Legitimationsgrundlage für Weiterbauen dienen kann.“


Koalitionsgespräche

K21: „Dass sich die bisherige Bahnpolitik mit ihren Fehlentscheidungen, von Streckenabbau bis Stuttgart21, heillos verfahren hat, ist allen Beteiligten klar. Ebenso, dass das mit den Strukturen des DB-Konzerns zu tun hat. Unklar, auch bei den wichtigsten Kritiker*innen der Bahnpolitik, ist die Frage, wie reformiert werden soll.“
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Ballade vom Taucher (Goethe): „Und es wallet und siedet und brauset und zischt. 
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt…“
Verhandlungen der Ampel: Und es redet und streitet und verbissen ohn’ End, weil Grün und Gelb keine Gemeinsamkeit kennt… wie Feuer und Wasser.

substanzloses Reden

Arno Luik in den Nachdenkseiten:
Frage: Wenn man der Berichterstattung und den Aussagen bestimmter Politiker folgt, könnte die Bahn kaum umweltfreundlicher sein. Woran machen Sie Ihre Aussage fest?
Sie reden so, weil sich viele Politiker nicht die Mühe machen, genau hinzuschauen. Es ist – auch medial – gerade überaus schick und angesagt, die Bahn als Wunderwaffe im Kampf für ein besseres Klima, zur Rettung der Zukunft gar, anzupreisen. Und so kommt es, dass sich derzeit so viele in ihren Versprechungen überbieten: eine Verdoppelung der Reisenden im Fernverkehr soll es bis 2030 geben, die Güterbahn soll 70 Prozent mehr transportieren als heute, und es sollen demnächst sogar wieder ein paar Nachtzüge ins Ausland rollen. Abgesehen davon, dass sowohl Politiker als auch die Bahnbosse eine unselige Tradition von nie eingehaltenen Versprechungen haben, sind die meisten der aktuellen Verheißungen ohne Bezug zur Realität.

fossil

Demo heute
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Auch Stuttgart 21 passt nicht mehr in die Zeit, aber von der Ampel-Regierung ist wenig Gutes zu erwarten.

Unfug, aber "man könnte"

Arno Luik in den Nachdenkseiten, Auszüge:
Frage: In welche Richtung werden die Koalitionsparteien die Weichen stellen?
„Die Grünen und die FDP wollen „mehr Wettbewerb“ auf den Schienen, sie planen den Fern-, Regional- und Güterverkehr zu privatisieren, sie wollen für diesen katastrophalen Unfug das Schienennetz, die Infrastruktur aus dem Konzern ausgliedern. Das bedeutet in aller Kürze: Noch mehr Bürokratie."

Und auf die Frage: Was müsste getan werden?
"Man könnte ... auf die [..] milliardenschweren Prestigebauten verzichten und stattdessen Regionalstrecken ausbauen, Industrieanschlüsse für den Güterverkehr installieren und reaktivieren, Bahnhöfe vor allem auf dem Land attraktiv gestalten, endlich konsequent Strecken elektrifizieren, die erfolgreichste Zugart der Bahn [..] wieder einführen: den Interregio. Allein für Stuttgart 21 und die dazugehörende Neubautunnelstrecke nach Ulm ließen sich 1500 kundenfreundliche Bahnhöfe à 10 Millionen Euro bauen …“
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So spricht die Vernunft. Aber die Bahn hat - wie Stuttgart 21 - die Vernunft gegen sich. Es fehlen die Kenner und Könner in der Bahnführung und in der Politik. Die Bahnkunden haben das Nachsehen.

Schlagzeile im SPIEGEL

Feuer an ICE im Bahnhof Offenburg
Wegen einer heißgelaufenen Bremse ist es am gestrigen Abend zu einem Feuer an einem ICE im Offenburger Bahnhof gekommen. (Spiegel)
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Kommentar eines Parkschützers: „Wird im Fildertunnel ganz bestimmt niemals passieren ; )“

Menetekel

Aus der Rede von Werner Ott vorgestern auf der 587. Montagsdemo
„Die Klimakatastrophe wird auch unser Land nicht verschonen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine der immer häufigeren Flutkatastrophen auch das Nesenbachtal trifft.“
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…und der Tiefbahnhof absäuft.

Gregor Gysi

Gregor Gysi am Schluss seiner Rede gestern (Minute 54)
„Nun sage ich Ihnen ganz offen, und das wissen Sie ja alle selbst, wir werden’s ja nicht verhindern können…“
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Stimmt Herr Gysi, w i r nicht, aber das Projekt selbst mit seinen unheilbaren Mängeln, u.a. dargelegt im Buch von Winfried Wolf „abgrundtief+bodenlos, Stuttgart 21 und sein absehbares Scheitern“. Die Demos halten die Erinnerung daran wach, die bessere Alternative Kopfbahnhof/Umstieg 21 wird ins Spiel gebracht.
Und zur Erinnerung DIE ZEIT am 28. Februar 2013 unter „Bahnhof der Eitelkeiten“:
„Alle wissen, dass Stuttgart 21 in einem Desaster enden wird.“ Der Zeit-Artikel ist noch aktiv im Netz und bleibt aufschlussreich: „Allen Beteiligten ist klar, dass dieses Projekt ein schlechtes Projekt ist, schlecht geplant, schlecht kalkuliert, schlecht kommuniziert…“
Trotzdem bleibt der Abbruch stets „keine Option“, denn es geht um Eitelkeiten und Macht.“

Demo heute

Hier bei den Ingenieuren 22 ist die Fachkompetenz zur Kritik an Stuttgart 21. Demo heute Foto schaeferwelt.de
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Wert und Unfug

Erich Kästner nach der Zerstörung Dresdens:
„Gerade wir müssten heute wie nie vorher und wie kein anderes Volk die Wahrheit und die Lüge, den Wert und den Unfug unterscheiden können.“ (Aus:…“Und dann fuhr ich nach Dresden.“)

Schmeichelworte verkehrt sei 18.10.2021

  • Stuttgart - Stadt der Barbaren
  • Versündigung an unseren Enkeln
  • eine idiotische Fortsetzung des S21-Irrsinns
  • Schwachsinn 21
  • die größte und schlimmste Fehlplanung

The Stuttgart21 -Eländ

Dipl.-Ing. Frank Distel:
„Als Verkehrs-, Städtebau- und Eisenbahnfachmann nenne ich S 21 nur noch Schwachsinn 21. Es ist ohne die geringste Übertreibung die größte und schlimmste Fehlplanung, die ich in meinem Beruf jemals erlebt habe! Der eigentliche Skandal ist, dass kluge Menschen, die es zweifellos auch auf Seiten der Befürworter gibt, das ganz genau wissen, aber inzwischen wegen der Gefahren für ihr Ego nach dem Motto "Weiter, koste es. was es wolle" nicht mehr von ihrem Irrweg abkommen.“ (aus Werners
Rundmail von heute).

Nebelkerze

Jobst Knoblauch
Engen, den 10.11.2021

An den Südkurier Konstanz
L E S E R B R I E F E


Kretschmann hat jüngst mit Blick auf die Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz „mehr Entschlossenheit beim Klimaschutz“ gefordert. Die vielgerühmte schwäbische Hausfrau sagt in diesem Fall: „Kehren Sie erst mal vor der eigenen Haustür und lassen Sie die sog. Ergänzungsbauwerke zu S21 sein! Weitere 47 Tunnelkilometer plus ein sechsgleisiger, unterirdischer Kopfbahnhof plus der Bilgertunnel zwischen Böblingen und dem Flughafen sind wegen ihres Beton- und Stahlverbrauchs wahre Klimakiller. Bauen Sie lieber den bestehenden Kopfbahnhof nach den Plänen von Vieregg & Rößler für 1 Mrd. € aus. Der kann dann an 27 Bahnsteigkanten 72 Züge in der Hauptverkehrszeit bewältigen. Und das Ganze ohne einen einzigen der vielen gravierenden, teils lebensgefährlichen Mängel von S21. Seien Sie bitte konsequent! Setzen Sie Klimaschutz erst mal vor der eigenen Haustür um!“

Imagepflege

Oldenburger Nachrichten: „Weiterer wichtiger Stuttgart-21-Tunnel fertig“ von dts Nachrichtenagentur 8. November 2021:
Stuttgart (dts) – Das Bahnprojekt Stuttgart 21 kommt weiter voran. Nach Unternehmensangaben wurden… „Bei Stuttgart 21 sieht es jetzt immer mehr nach Eisenbahn aus“, sagte Bahn-Projektchef Olaf Drescher am Montag… (ausgewählte Textbausteine von S.B.)
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Die Bahntaktik mit ständigen Jubelmeldungen auch von unfertigen Baufortschritten (Gleise angeliefert, im Rohbau fertig usw.) ist zum Lachen. Die Realität des Bahnbetriebs und des Baufortschritts von Stuttgart 21 eher zum Weinen. Dass Stuttgart 21 kaum vor 2040 richtig funktionieren kann („Ergänzungsbauwerke“), ist natürlich weniger werbefreundlich. Wie wären Agenturmeldungen wie „Neuer Fernwanderweg in Betrieb“, „Immer wieder sind Züge pünktlich“, „Fitnesstraining beim Umsteigen“ oder „Fahrgäste kostenlos mit dem Taxi nach Hause gebracht“? Alles richtig!

Demoposter gestern

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2021 4,2km

swp vom Samstag, Schlagzeile Titelseite

„Kaum neue Schienenwege gebaut“

Schwindelprojekte

Aus dem Protokoll der SeniorInnen gegen Stuttgart 21 vom 2.11.20021:
…“Kurze Info und Diskussion über Tren Maya.
„Stuttgart21 ist überall“ war das Motto dieser Diskussion. Alle waren sich einig in der Ablehnung dieses Projektes, das in vielem auch dem Projekt Stuttgart21 ähnelt, seien es die Volksbefragung, wo anscheinend die betroffenen indigenen Menschen daran nur spärlich teilgenommen hatten und auch die inhaltlichen offiziellen Darstellungen über Auswirkung etc. dieses Projekts sehr einseitig waren…“

Schlagzeilen

BNN:
2024 werden Spiele der Fußball-EM in Stuttgart ausgetragen,
2025 soll der Tiefbahnhof fertig sein und
2027 eine Internationale Bauausstellung in der Landeshauptstadt.

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2024 Fußball-EM in Stuttgart: kann wohl stattfinden
2025 Tiefbahnhof fertig: äußerst unwahrscheinlich
2027 Bauausstellung: viele Unbekannte zum „Rosensteinviertel“
aber 100 Pläne
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Vernunft?

Aus der Petition des Aktionsbündnisses:
„Die Koalitionsverhandler haben sich bislang in einer selbst gestellten Falle verfangen: Milliardenausgaben v.a. für Klimaschutz, aber keine Steuererhöhungen und auch keine zusätzliche Kreditaufnahme. – Wir schlagen eine geniale Lösung vor, wie Milliarden gespart werden können und zugleich dem Klimaschutz gedient werden kann:
 
Durch den Stopp oder die Umnutzung von klimabelastenden Großprojekten, wie Fehmarnbelt-Tunnel, zweite S-Bahn-Stammstrecke München, zusätzlicher Tiefbahnhof in Frankfurt, Verlegung des Bahnhofs Hamburg-Altona... Und mit dem gesparten Geld kann die Bahn zu einer echten Bürger-, Flächen- und Klima-Bahn ausgebaut werden.“
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Sehr vernünftig! Leider ist die Vernunft keine Kategorie bei den Stuttgart 21-Betreibern. Da gilt Geld, Macht, Gesichtswahrung gegen jede Vernunft.

Einfahrt Stgt. Hauptbahnhof

Foto aus dem Zugfenster S.B.
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gestern

Hinfahrt ab Mössingen RE in Stuttgart 15 Minuten Verspätung,
Rückfahrt mit RB in Tübingen 20 Minuten, kein guter Anschluss mehr, deshalb Taxi bis Mössingen, mit Trinkgeld 40 Euro.

Das Wandern ist des Zuggasts Lust

Glosse in der Stgt. Zeitung „Sänk ju for wandering with Deutsche Bahn.“

heute

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Dauer mit einem kleinen unfreiwilligen Irrweg, von der U-Bahn bis Gleis 15:










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gilt noch heute

Am Beginn des Films vom Februar 2018 claus-peymann (Link noch aktiv!) wurde ein Spaziergang zur S-21-Baustelle dokumentiert (auf dem Ferdinand-Leitner-Steg), bei dem Peymann seine ablehnende Meinung zum Projekt S-21 drastisch artikulierte:

"Also ich meine, das ist wirklich ein Denkmal des Wahnsinns… man hält es nicht für möglich, wie sich sozusagen der Fortschritt in die vollständige Perversion verwandelt, nicht?"

Am Ende des sehr sehenswerten Portraits kam er nochmals, vor dem Schauspielhaus sitzend, darauf zurück:

„Stuttgart ist eine vom Autokrebs zerfressene Stadt, mit diesem Schandmal am Bahnhof. Man glaubt nicht, dass es hier eine grüne Regierung gibt. Man denkt, hier sind Nordkoreaner am Werk, die Mitmenschen quälen. Ein architektonischer Amoklauf. Dagegen ist Kafka ein Weihnachtsmärchen. Diese Schreckenswüste übersteigt meine Fantasie. Menschen spielen hier keine Rolle.“