"modernisiert" (2)

Vor der „Modernisierung“ = Umbau des Bahnhofs zur profitablen Entkernung der noblen Bonatzarchitektur
zu einem Hotel und einer „Shopping-Mail“ zogen die Montagsdemonstranten durch den Bahnhof bis zu einem Bahnsteig und zurück mit Transparenten und der Capella Rebella: „Und was sie auch treiben, wir werden oben bleiben“. Zuvor, beim Demozug durch die Königstraße, intonierte die Capella zusammen mit der Lok den sehr passenden „Kriminal-Tango“,davon
hier 1 Minute Video von Marie Laveau auf Twitter.
Foto S.B.
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Capella und Lokomotive (Schlagwerk) in der Haupthalle

"modernisiert" (1)

Foto Schaeferwelt
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Bahninformationen: „Das historische Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofs, der Bonatzbau, wird ab Anfang 2020 umfangreich modernisiert.“
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„modernisiert“ heißt zum Profit (Hotel) umgebaut. Die Bahn beweist täglich die Unfähigkeit zu einem funktionierenden Betrieb durch Verspätungen und Zugausfälle. Statt die vorhandenen Kräfte auf den Bahnverkehr zu konzentrieren, wird kräftig „modernisiert“ mit großen Beeinträchtigungen für die Bahnreisenden. Die Haupthalle wird gesperrt und den Bahnkunden große Umwege zugemutet. Jahrelang! „Erste Teilflächen stehen den Reisenden voraussichtlich ab 2024 wieder zur Verfügung.“

Und.Und.Und...

E. R. leert sich den Kropf:
Warum gegen S21?
• Missachtung des Denkmalschutzes
• Verschlechterung für Reisende in allen Bereichen, keine einzige Verbesserung zu entdecken!
• ein Bahnhof macht die Strecke nach München oder Bratislava nicht schneller!
• kein Brandschutz (evtl. 1000 Tote auf einen Schlag, wenn’s blöd läuft)
• viel zu enge Bahnsteige, zu klein und unterdimensioniert
• viel zu kurze Ein-, Aus- und Umsteigezeiten
• Gefährdung der Stgter Mineralquellen
• Hochgefährliche Verlegung des Nesenbachkanals/Dükerung, des Hauptabwasserkanals der ganzen Stadt
• Überschreiten der höchstzulässigen Bahnsteig-Neigung um das über Sechsfache!
KEINE Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, die’s aus guten Gründen gibt!
• Sowieso: Ungültigkeit der „Volksabstimmung“
• Die Wahrscheinlichkeitsrechnung sagt: 62 km neue Tunnels im höchtkritischsten Untergrund von ganz Deutschland
sind nicht beherrschbar, ungeahnte Folge- und Reparaturkosten im Anmarsch wg. Anhydridvorkommens,
wg. drei Mineralwasserströmen, die sich unterhalb Stgts aus drei Richtungen treffen, viele Höhlenkavernen etc.
Brüche, Senkungen etc.
• völlig veraltete Architektursprache übrigens auch, so baut man heute längst nicht mehr.
• Ein weißer Bahnhof, wie im Modell dargestellt, wird wegen des Tunnelsogs und des damit verbundenen Schmutzes
in kurzer Zeit schmuddelig und versifft aussehen.
• Klimabilanzmäßig der Supergau.
• Der mittlere Schlossgarten, die grüne Lunge der Stadt, im Vorfeld „gerodet“, man könnte auch „ermordet" dazu sagen
• Nicht vergessen: Am schwarzen Donnerstag wurde ein Mann von den Wasserwerfern der üblen Polizei blind geschossen, drei weitere an den Augen schwerstverletzt, viele bis heute traumatisierte. Niemand berichtet bis heute darüber.
• Und. Und. Und ...
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„Man muss es immer wieder sagen…“ Danke Eberhard für Deine wutgeborene Aufzählung!

Zeitbilanz (10)

Stuttgarter Zeitung aktuell (9. August 19):

S 21 behindert S-Bahnverkehr
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Finanzen: „Vom 10. bis 22. Juli sind massive Einschränkungen im Bahnverkehr in und um Stuttgart zu erwarten. [1] Im Rahmen von Gleisverlegungen ist ein Teil der Gleise nicht befahrbar. [1] Einige Züge fahren den Hauptbahnhof nicht mehr an, sondern wenden an anderen Haltestellen. Ersatzfahrpläne wurden veröffentlicht.

"Die Situation rund um das Projekt Stuttgart 21 ist einfach haltlos unverschämt. Dass mit dieser Baustelle jetzt wieder einmal die Pendler auf der Strecke bleiben, ist respektlos. Solche Großprojekte müssen immer auch mit den Nutzern der Bahnen vereinbar sein. In diesem Fall ist es das nicht", kommentiert Michael Knödler, Regionalrat der PIRATEN. "Ich fordere die Projektaufsicht dazu auf, von solchen gravierenden Einschnitten in den Bahnverkehr in Zukunft abzusehen. Vom Land und der Stadt Stuttgart erhoffe ich mir ein schleuniges Umdenken in diesem verheerenden Projekt.“

Neue Reiseschatten (3)

Justinus Kerners „Reiseschatten“ entstanden während der Reise nach Hamburg-Berlin-Wien von 1808 bis 1810. Das war in den Zeiten vor der Eisenbahn. Diese erlebte Kerner aber später noch und schrieb das prophetische, eindrucksvolle Gedicht „Im Eisenbahnhofe“: "

Hört ihr den Pfiff, den wilden, grellen,
Es schnaubt, es rüstet sich das Tier…“

„Neue Reiseschatten“ sind vom Bahnreisenden Siegfried Busch, am 3.8.19 von Hamburg nach Stuttgart mit ICE 777:
- Abfahrt fahrplanmäßig Gleis 14 um 17:01, Ankunft Stuttgart 22:47 Uhr

-
Auf Bahnsteig 14 steht 17:01 aber noch der ICE nach München, Abfahrt 15:28 Uhr, es ist aber schon 17:53 Uhr

- Ankunft meines Zuges in Stuttgart um 00:03, Verspätung 1 Stunde und 16 Minuten, Fahrpreis-Rückerstattung 25%.