in Rundmail gestern

Werner Sauerborn: „Wohl alle, die weiter gegen den Wahnsinn dieses Projekts kämpfen, kennen das: kommt das Gespräch auf Stuttgart 21, schlägt einem eine Mischung aus Vorwurf, Unverständnis, ja manchmal Mitleid entgegen. Als hätten wir noch nicht bemerkt, dass der Bau in vollem Gange ist, Kelchstützen wachsen und die Tunnel Stück für Stück weiter gebaut werden. Danke der Erinnerung! Ist uns auch schon aufgefallen. Aber eben noch mehr: dass dieses Projekt in einem Fiasko enden wird…“

Schmeichelworte verkehrt seit 27.Mai 2020

  • flammende Befürworter von einst auf Tauchstation
  • das unrentable und gefährliche Projekt Stuttgart 21
  • propagandistischer Popanz
  • Kungelei, Gigantomanie
  • Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray
  • Arroganz der Macht
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Vielleicht erscheint das eine oder andere „Schmeichelwort“ in der sehr langen Liste doppelt. Gelegentlich werden wie schon früher die Duplikate entfernt.

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In
diesem Blog steht seit 01.09.2009 täglich eine

• Information,
• Glosse,
• Satire,
• Karikatur,
• Foto
• Zitat

als Information oder Kritik an Stuttgart 21 bzw. Argument
für den Erhalt des Kopfbahnhofs. =========================================================


zweimal SZ (4)

Leserbrief in der SZ zu einem SZ-Artikel:

Am 6.6.2020 neu eingefügt:
Leserbrief in der SZ zu einem SZ-Artikel:

„Der Grund für diesen Skandal liegt in der Tatsache, dass S 21 nie ein Bahnprojekt, sondern von Anfang an ein Immobilienprojekt war, wie der Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) 2006 schon feststellte: "Bei Stuttgart 21 handelt es sich nicht um ein Projekt des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege, sondern vorrangig um ein städtebauliches Projekt." Ein weiteres Indiz dafür, dass S 21 ein Skandal ist, ist die Tatsache, dass viele flammende Befürworter von einst auf Tauchstation sind. Die noch im Amt befindlichen sind mehr mit ihrer juristischen Absicherung beschäftigt als mit der Umsetzung des Projektes.“
Rainer Markus Wimmer, Karlsruhe

zweimal SZ (3)

2. Leserbrief in der SZ zu einem SZ-Artikel:
„In nur sechs Jahren hat man in Zürich den dort bestehenden 26-gleisigen Kopfbahnhof um einen unterirdischen Durchgangsbahnhof mit vier Gleisen erweitert und damit 2014 seine schon vorher außerordentliche Kapazität nochmals erheblich gesteigert. Das kostete einschließlich aller Tunnel und Zuläufe knapp über zwei Milliarden Schweizer Franken. In Stuttgart wird dagegen für 8,2 Milliarden Euro (oder am Ende noch mehr?) seit nunmehr zehn Jahren der Bahnhof um die Hälfte der Gleise verkleinert und dabei seine Kapazität deutlich verringert.
Der einmalige Zynismus, der in diesem gigantischen Infrastruktur-Rückbau liegt, hätte zumindest eine Erwähnung verdient - ebenso wie die von Anbeginn bis heute bestehenden K.-o.-Kriterien der sechsfach überhöhten Gleisneigung (bei der zum Beispiel Kinderwagen abrollen können), der zu eng dimensionierten Bahnsteige und des unzureichenden Brandschutzes. Dass der viel zu eng geplante Tiefbahnhof schon immer den Prinzipien des gewünschten Deutschland-Takts diametral entgegensteht, wird auch durch Beschwichtigungen aus dem Ministerium nicht besser. Genügend Raum für diese wichtigen Informationen hätte man sicher in der Spalte mit dem Artikel über den Juchtenkäfer finden können. Als Blitzableiter für Kritik hat der Käfer wohl im Laufe der Jahre genügend Aufmerksamkeit erfahren.“
Prof. Dipl.-Ing. Karl-D. Bodack, Gröbenzell

zweimal SZ (2)

Leserbrief in der SZ zu einem SZ-Artikel:
Der Umsturz in Stuttgart trifft uns alle: fast neuntausend Millionen Euro für einen einzigen Bahnhof! Dafür erleben wir tausend andere Bahnhöfe in jämmerlichen Zuständen, die für je neun Millionen einladende Verkehrsstationen hätten werden können!
Schlimmer noch: Die neuntausend Millionen halbieren die Zahl der Bahnsteiggleise des jetzigen Bahnhofs und verhindern damit, dass die Zahl der Bahnreisenden - wie von der Bundesregierung avisiert - in dieser Region verdoppelt werden kann: München hat 32, Zürich 26, Nürnberg 18 Gleise, Stuttgarts Hauptbahnhof wird von
heute 18 auf 8 Gleise reduziert!
Karl Heinz Siber, Sachsenheim