"die deutsche Schienen-Schande"

Schorndorfer Nachrichten, Interview: „Groteskerweise gehen ausgefallene Züge überhaupt nicht in die Unpünktlichkeitsstatistik ein.“

Antwort Arno Luik: „Bahn-Chef Lutz begründete das mal so: „Ein Zug, der nicht losfährt, kann nun mal nicht unpünktlich sein.“ Frech. Aber das zeigt die ganze Verachtung von oben für das System Bahn.“

wer bietet mehr (8)

Statement bei den Parkschützern:
Ich hab aber nicht den Eindruck, daß die Bahn überhaupt in der Lage ist, das Ding bis zum Jahr 2050 fertig zu bauen. Und was passiert dann???"
_________________________________________
Zur Erinnerung:

Prognosen 1997: „Hier kann gebaut werden, sobald (im Jahr 2008) der neue Bahnhof fertig ist.“
Juni 2009: Architekt Ingenhoven: „…Fertigstellung im Jahr
2018 oder 2019“ (Veranstaltung im Haus der Wirtschaft)
August 2009: „…Inbetriebnahme
2019/2020 geplant." Wolfgang Drexler, Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm: (www.das-neue-herz-europas.de/aktuelles, Link nicht mehr aktiv)

  • 20. Oktober 2017: „Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“
  • 20. Oktober: „Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig.“
  • 27. Oktober: Es kann 2024 werden.
  • 6. November: Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen.
  • 7. November: Option 2026
  • 15. Dezember 2017: Kritiker „raunen“ 2028
  • 24. April 2018: „…wird es aus Sicht des S21-Kenners (Boris Palmer) 2030 werden.“ Stadthaus Ulm: *SÜDWEST PRESSE Forum* mit Boris Palmer (OB Stadt Tübingen)

in Gottes Namen

Stuttgarter Zeitung - ...„Der im Jahr 2010 bei einer Demonstration…schwer an den Augen verletzte Dietrich Wagner hat sich für den Weiterbau ausgesprochen. „Jetzt sind fast drei Viertel fertig gebaut, da soll man es in Gottes Namen fertig bauen, sonst wäre das ganze Geld umsonst rausgeschmissen“, sagte der 75-jährige Rentner der „Augsburger Allgemeinen“.“
____________________________________________
Anmerkung: weil S 21 inzwischen als ein unwirtschaftlicher, gefährlicher Engpass erkannt wurde, ist tatsächlich „das ganze Geld umsonst rausgeschmissen“.

viel Kassandra

Martin Poguntke in einer aktuelle Mail zu einer Petition (im Brief an VM Scheuer wird die Problematik von S21 ausführlich dargestellt):
„Wer die Meldungen über das Projekt S21 verfolgt, sieht: Es kommt – trotz des Baufortschritts – an allen Ecken immer mehr in die Krise:
·        Die Oberbürgermeister auf den Fildern lehnen einen zentralen Teil des Projekts ab, nämlich die komplette Planung des
Flughafenbahnhofs und der zuführenden Gleise.
·        Im
Tunnel nach Untertürkheim kann seit einem Jahr nicht weitergebaut werden, weil jeden Tag 2.500 Kubikmeter Wasser eindringen.
·        Für den
Abstellbahnhof Untertürkheim gibt es noch nicht einmal einen genehmigten Plan.
·        Die versprochene
Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs wird selbst von Befürwortern bezweifelt, weshalb sie schon jetzt über – teure – Ergänzungen beraten.
·        Die
Kostengrenze von inzwischen 8,2 Milliarden ist erneut erreicht, obwohl noch lange nicht alle Bauaufträge erteilt sind.
·        Wegen der Milliardenkosten des unwirtschaftlichen Projekts S21 wird die gesetzliche
Schuldengrenze der Bahn von 25 Milliarden dieses Jahr überschritten.“

hakt

SZ heute: „Bei Stuttgart 21 hakt es nach wie vor gewaltig, für die Strecke am Flughafen vorbei gibt es noch nicht einmal eine rechtsgültige Planung. Offiziell geht die Bahn derzeit von einer Inbetriebnahme Ende 2025 aus. Ob das klappt, ist jedoch genauso offen wie die Frage, wie weit der Kostenrahmen des Milliardenprojekts bis dahin noch nach oben korrigiert werden muss.“