Bücher gegen S21 (2)

Ein wunderbares Buch des Architekturhistorikers M. Roser
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Die stillosen Veränderungen nach 1945 kommentiert er auf Seite 96ff mit
unpassend
gedankenlos
grob
warum?
gesichtslos
schäbig
ramschig
nicht gelungen
nicht denkmalgerecht
fußgängerfeindlich
zerstückelt
ausrangiert
autogerecht
würdelos
schlecht bedacht
verrostet
ruinös

Bücher gegen S21 (2)


Dr. Matthias Roser wendete sich in seiner gestrigen Rede auf der Montagsdemo direkt an OB Dr. Schuster:

Die Stuttgarter Zeitung hat kürzlich in einer Sonderveröffentlichung für die nächsten Jahre 60 Großbaustellen aufgeführt, die Sie uns zumuten wollen. Ich frage Sie in aller Sachlichkeit:

Sind Sie noch ganz bei Trost?

Wir spielen hier nicht Monopoly, sondern es handelt sich um Stuttgart als unseren Lebensraum, nicht um ein Produkt.“
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Die von 5000 Menschen heftig beklatschte Rede
(ganzer Text
hier) endete mit dem Satz

„ - treten Sie zurück!“

1 Milliarde mehr

Reaktion von Walter Steiger zum Bericht im SWR:

„Nochmals 1.000 Millionen? Nein! Doch! Ooohh!“

hoffnungslos

Stuttgart 21 - Leonberger Kreiszeitung

Der VRS setzt seine Hoffnung nun auf die Fertigstellung von Stuttgart 21, geplant für Ende 2025. Sobald der neue Tiefbahnhof im Einsatz ist, ...

Noch kein Halt in Renningen: S 62: Hoffnung ruhen auf

weiter scheitern

Stuttgarter Zeitung: „Die Kosten für das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 steigen nach Angaben aus Kreisen der Deutschen Bahn immer weiter. Das Projekt verteure sich um eine weitere Milliarde auf nun über neun Milliarden Euro…“
MdB Gastel:„Nun könnte zudem auch einmal mehr der Zeitplan wackeln…“

Scheinerfolg

Ausgang des Gerichtsverfahren wie gestern schon vermutet. Die Stuttgarter Nachrichten hörten das Gras wachsen. Private Meinung von Ulrich Ebert:

„Das ist doch ungeheuerliche Manipulation der Presse: Da wissen die Verfahrensbeteiligten  noch nicht, was warum vom Gericht entschieden wurde, da steht es schon in der Presse. Klar kann es der Presseabteilung der PSU nicht schnell genug gehen, den Scheinerfolg in die Presse zu geben.

Scheinerfolg deshalb, weil der Verwaltungsgerichtshof regelmäßig die Fehlurteile aus Stuttgart aufhebt.

Bei den Juristen gilt der oberste Grundsatz: "Audiatur et altera pars", man höre auch die andere Seite. Das gilt offenbar nicht für die Redaktion der Stuttgarter Zeitung. Hat da die Redaktion auch die andere Seite angehört? Nein. Das ist einseitiger Journalismus, bzw. kein Journalismus, der diesen Namen verdient.“

parteiische Justiz

Aus Kontext: …“Olaf Drescher, Chef der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH (PSU), muss womöglich Zahnbürste und Pyjama packen – und danach ins Gefängnis. Dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der bahneigenen Gesellschaft, die den Tiefbahnhofsbau in Stuttgart managt, droht nach Kontext-Informationen Haft. Genauer gesagt: Zwangshaft.“…
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O je, die Justiz ist bei uns ja politisch regiert und deshalb leider parteiisch. Recht wurde zu allermeist pro S 21 gesprochen, die Gegner oft überaus hart abgestraft. Ich wurde 2014 in der Cannstatter Straße am Bahnhof von der Polizei eingekesselt und für mein Engagement mit einer Geldstrafe belohnt.

Lügenbahn

Werner Sauerborn: „Jahrelang hat die Bahn, bzw. die PSU alle Beteiligten belogen und betrogen, indem sie behauptete, den Brandschutz in Tiefbahnhof und Tunnelspinne zu beherrschen und in der Lage zu sein, Tausende Reisende im Brandfall innerhalb von 15 Minuten retten zu können. Betrogen wurden Regierungspräsidium, EBA, Feuerwehr, Gerichte, Politiker*innen, Medien, die Öffentlichkeit (über die Konsequenzen hier lesen).

Retro aktuell

Der Dichter spricht (2) 31. Mai 2009

SPD: „Stuttgart 21 ist gut investiertes Geld und wirtschaftlich sinnvoll“
(Aktuelle Themen, Stuttgart 21 I - Link nicht mehr aktiv!)
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Gesicherte Realität:
„Stuttgart 21 ist schlecht investiertes Geld und total unwirtschaftlich.“
Kannst Du Deinen fundamentalen Irrtum nicht wenigstens zugeben, liebe SPD? Du bist nämlich mitschuld an dem Schlamassel, dem unheilbaren Desaster 21!
Deine Realitätsverweigerung verursacht Milliardenkosten mit dem Ergebnis eines viel schlechteren Bahnhofs bzw. Tiefhaltestelle.

Bücher gegen S21 (1)

2013: Offene Briefe und Wortmeldungen:
Walter Sittler an Merkel: „Stuttgart 21 ist gescheitert, das ist inzwischen mehr als offensichtlich.“
Antwort von MP Kretschmann u.a. zu Volksabstimmung, Kostendeckel, Verantwortung bei der Bahn
Engelhardt: „Realitätsvrweigerung als Grundlage politischen Handelns.“

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Unbekannt


























Retro

(Einnnerung an den nirgends eingehaltenen Schlichterspruch, mit dem die Gegner sich überrumpeln ließen.)
Aus einer Rundmail (Jan. 2011)Aktionsbündnis K21: „Laut "Schlichterspruch" von Heiner Geißler darf Stuttgart 21 u.a. erst dann gebaut werden, wenn das Projekt einen sogenannten Stresstest bestanden hat. Dabei wird per Simulation geprüft, ob der der geplante Tiefbahnhof tatsächlich die  versprochenen 30 Prozent mehr Züge in der Spitzenstunde fahren kann. Sollten die Gleiskapazitäten nicht ausreichen, muss die Bahn Stuttgart 21 mit hohen Kosten in "Stuttgart 21 plus" erweitern.
Es ist unakzeptabel, dass die Bahn nun einfach weiterbaut und zu erwartende Plus-Maßnahmen somit unmöglich macht, z.B. 9. und 10. Gleis. Damit untergräbt die Bahn ihre eigene Zustimmung zum Schlichterspruch.“

Mega-CO2-Projekt

Aus der Rede von Hendrik Auhagen, Bahn für Alle, auf der 596. Montagsdemo[1] am 17.1.2021
„…Für die geplante Hamburger U5-Verlängerung wurde ausgerechnet, dass dieses Projekt erst nach 500 Jahren einen positiven Klimaeffekt hat – ganz im Gegensatz zu einer oberirdischen Straßenbahn.
Interessant wären solche Zahlen für Stuttgart 21. Sicher gehen die in die gleiche Richtung! Oder nein – S21 dürfte sogar
für immer ein Klima-Defizit sein, weil es ja um eine Bahnhofsverkleinerung geht. Und wer auch noch im Jahr 2022 ein neues Mega-CO2-Projekt wie den Bilgertunnel ernsthaft betreibt, der bekennt sich zur Klimazerstörung…“

wer bietet mehr (12)

Auf dem Weg nach Nimmerlein, neu und „amtlich“ („Zielsetzung“, im Blog von vorgestern)

2040!


„…und mach’ dann einen zehnten Plan,
geh’n tun se alle nicht“.


Zur Erinnerung:

Prognosen 1997: „Hier kann gebaut werden, sobald (im Jahr 2008) der neue Bahnhof fertig ist.“
Juni 2009: Architekt Ingenhoven: „…Fertigstellung im Jahr
2018 oder 2019“ (Veranstaltung im Haus der Wirtschaft)
August 2009: „…Inbetriebnahme
2019/2020 geplant." Wolfgang Drexler, Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm: (www.das-neue-herz-europas.de/aktuelles, Link nicht mehr aktiv)

  • 20. Oktober 2017: „Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“
  • 20. Oktober: „Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig.“
  • 27. Oktober: Es kann 2024 werden.
  • 6. November: Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen.
  • 7. November: Option 2026
  • 15. Dezember 2017: Kritiker „raunen“ 2028
  • 24. April 2018: „…wird es aus Sicht des S21-Kenners (Boris Palmer) 2030 werden.“ Stadthaus Ulm: *SÜDWEST PRESSE Forum* mit Boris Palmer (OB Stadt Tübingen)
  • 8.12.2021 MIV Stuttgart, Bürgerreferentin: Initiative Eisenbahnknoten 2040“

Jobst K. (4)

Jobst Knoblauch an Steffen Bilger, Ende des Briefs:

Lieber jetzt ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Stuttgart 21 wäre nicht das erste Großprojekt, das nicht in Betrieb geht.

Ihrer Antwort entgegensehend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen


Jobst K. (3)

Jobst Knoblauch an Steffen Bilger, 3 Fragen:

2. Können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, durch weitere 47 Tunnelkilometer p l u s einem unterirdischen Kopfbahnhof die Umwelt mit zig tausend Tonnen CO² zu belasten – ganz im Gegensatz zum erklärten Ziel des Klimaschutzes?

Antwort der Bürgerreferentin Nele Schönau im Verkehrsministerium BW (gegliedert und gekürzt):
- Zielsetzung der Initiative Eisenbahnknoten 2040 (!) ist eine nachhaltige Verkehrswende
- ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist zwingend notwendig
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Dazu mein Kommentar:
typisch substanzloses Politsprech. Damit kann die reale Klimabelastung durch die „Initiative Eisenbahnknoten 2040“ (!!) nicht beschönigt werden.

Jobst K. (2)

Jobst Knoblauch an Steffen Bilger:

„Das sind meine drei Fragen an Sie:
1. Können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, dass für „eine schräge Tiefhaltestelle“ und für weitere, dringend benötigte „Ergänzungsbauwerke“ Steuergelder in Höhe von ca. 16 Mrd. € ausgegeben werden sollen, während man für ca. 1 Mrd. € einen bestens funktionierenden, zukunftsfähigen Bahnhof erhält, der alle Erwartungen übererfüllt?“

Antwort der Bürgerreferentin Nele Schönau im Verkehrsministerium BW (gegliedert und gekürzt):
- …nicht nur ein neuer Bahnhof, sondern insbesondere ein zentraler Teil des Ausbaus derwichtigen Verkehrsachse Mannheim - München
- …mehr Kapazität für mehr Züge und kürzere Reisezeiten…
- …umsteigefrei Verbindungen… (sog. Durchbindungen)
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Dazu mein Kommentar:
Der „zentrale Teil“ ist eine totale Fehlplanung, er hat zugestanden weniger Kapazität, die „kürzeren Reisezeiten“ sind in einer
Zeitbilanz hoffnungslos negativ und Durchbindungen eine Beschönigung der Schwächen des Nicht-Bahnhofs,;sie sind zudem auch im Kopfbahnhof möglich und bereits aktuell praktiziert.

Jobst K. (1)

Jobst Knoblauch an S21-Fanatiker Bilger: Wann endlich haben Sie den Mut zu rufen:
Wir haben uns mit dem Projekt Stuttgart 21 verrannt! _________________________________
Das möchte ich ALLEN Polit-Befürwortern von S21 zurufen!

Reihen-Pause

Zehn Tage kein Blog,
fast (für mich) ein Schock.
Doch hätt’ es viel gegeben,
bei mir ein anderes Leben.

Ansage

Gestern bei der Demo, vor dem Schlussbeitrag der Capella Rebella mit dem Tango Korrupti
anhören

Demoplakat

Pasted Graphic

Tusch für S 21

Tondatei 20 Sekunden: 21CtFox

Hier kommt Stuttgart 21 gut zum Ausdruck:
die versprochene Zukunftsperspektive (Orchester)
und die Realität (Solo)
(im Blog Neujahr 2011)

Zeitbilanz (26)

SWR: 2022: Zahlreiche Baustellen…bei der Bahn in Baden-Württemberg (Baustellen) …am Bahn-Projekt Stuttgart 21 und der Schnellbahntrasse Wendlingen-Ulm, ... „Reisende brauchen vor allem eines: Geduld.“ (Auch Fußgänger, Rad- und Autofahrer!)
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Der Hochgeschwindigkeit mit sehr bescheidenen Fahrzeitgewinnen (gesamter Bahnverkehr) stehen die riesigen Zeitverluste durch die überlange Bauzeit gegenüber und die Zeitbilanz wird zu Ungunsten des Projekts Stuttgart-Ulm immer schlechter. Auch in diesem Jahr 2022 wird den Menschen kostbare Lebenszeit durch S 21 gestohlen.