immer noch (1)

Immer noch wird in der Stuttgarter Hauptpresse bei Artikeln zu Stuttgart 21 die Serie 10 Fakten zu Stuttgart 21“ eingeblendet.
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Das ist ähnlich wie bei „10 Fakten zur Titanic“:
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  • die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt
  • Bauzeit von 1908 bis 1912
  • war ein Linienschiff und Luxusdampfer
  • hatte 4 Schornsteine
  • das Bestelldatum war der 1. August 1908
  • die Länge war 269,04 m, die Breite 28,19 m
  • Maschinenleistung 51.000 PS
  • Dienstgeschwindigkeit 21 kn (39 km/h)
  • bei der Jungfernfahrt gab es einige Warnungen vor Eisbergen
  • sie hatte 2.224 Passagiere
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Die 10 Fakten stimmen! War da noch was?
Ja!! Das Wesentliche und Wichtigste fehlt!
Wie bei den
„10 Fakten (2017)“ (kommentiert von S.B.)

Raffgier und Abzocke

Aus der Rede von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Journalist und Herausgeber von ‚LunaPark21′, auf der 410. Montagsdemo am 26.3.2018:

„In diesem Jahr 2017 waren Sie 30 Tage im Amt. Sie kassierten demnach 76.667 Euro pro Tag. Und ergänzend zu den 2,3 Millionen Euro dann noch die Vergütungen für die neuen Jobs bei der HHLA und bei Lazard. Und nicht zu vergessen: Die Vergütungen bei Herrenknecht.

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Grube,
doch, doch – der Titel Ihrer Ehrenprofessor-Rede ist zutreffend: Sie haben eine „Mission“. Die hat zwar wenig mit „Mut und Moral“ zu tun. Und schon gar nicht können Sie damit „jungen Menschen Orientierung, Halt und Werte vermitteln.“
Ihre Mission ist ausschließlich Raffgier und Abzocke. Ihre Moral ist zutiefst korrupt. Wobei Sie letzten Endes auch nur ein armes geltungssüchtiges Würstchen sind.“
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Wenn auch nur die Hälfte davon stimmt (es stimmt aber vermutlich ALLES), was Dr. W. Wolf über die Machenschaften des Ex-Bahnchefs Grube heraus gefunden hat, so ist das einfach unerhört und kriminell, weil er seine Position als Vorstandsvorsitzender der DB-Bahn zum Schaden der Bahn und zur eigenen Bereicherung missbraucht hat. Er verantwortet das ganze Elend von Stuttgart 21 mit seinen Milliardenverlusten und machte sich dann schnöde vom Acker.


genehmigt

Stuttgarter Zeitung: „Geänderte S-21-Fluchtwege sind genehmigt.“
Pasted GraphicIn München heute angekommen, stiegen wir in der Mitte des ICE aus. Bis zum Bahnsteigende waren es noch 200 Meter, die Entfernung bis zu den Fluchtausgängen vom S-21-„Bahnhof“. Fast doppelt so lang wie die Behelfsstege am Hbf Stuttgart über die Baugrube hinweg.

Textänderung

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„Erleben Sie eines der umstrittensten und überflüssigsten Bahnprojekte. Erkennen Sie die Zerstörungen der Landschaft entlang der A8, an den Tunnelportalen und am Stuttgarter Hauptbahnhof. Informieren Sie sich über die unsinnige Neubaustrecke und die „vollständige Perversion des Fortschritts“ (Blog vom 25.3.18) beim geplanten Tiefbahnhof.“

Apell an Kretsch

„Wir fordern Sie auf, aufgrund der Fakten Ihre Unterstützung für das Projekt schnellstmöglich zu beenden – insbesondere, weil es eine hervorragende Modernisierungsalternative gibt, die billiger, leistungsfähiger und sicherer ist: Umstieg 21 (siehe www.umstieg-21.de).
Kehren Sie um! Beschädigen Sie nicht weiter die Demokratie, die Stadt und den Bahnverkehr. Einen Fehler zu machen, ist menschlich – ihn nicht zu revidieren, dumm und gefährlich.“
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Offener Brief als Memory 51

Verschwörungstheorie?

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„Korruption ist eine Erklärung, warum ein Projekt wie Stuttgart 21 gegen jeden Sinn und Verstand einfach weiter gebaut wird…“ (Werner Sauerborn)

Denkmal des Wahnsinns

Regisseur Peymann im SWR an der Baustelle S21-Bahnhof:
"Also ich meine, das ist wirklich ein Denkmal des Wahnsinns… man hält es nicht für möglich, wie sich sozusagen der Fortschritt in die vollständige Perversion verwandelt, nicht?"

Der Dichter spricht (56)

Aus Fleming Paul An Sich:

„Thu / was gethan muß seyn / und eh man dirs gebeut.
Was du noch hoffen kanst / das wird noch stets gebohren.“
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Das möchte ich für mich und meinen Blog reklamieren!

(Serie „Der Dichter spricht“ 1 - 50 hier lesen.)

Erlebnisbahn zurück

ICE 593 Berlin Hbf - Stuttgart Hbf (Direktfahrt)
Durchsage vor Leipzig Flughafen: „Leider hat der Neustart des Computers nicht geklappt, deshalb können wir über die Neubaustrecke nach Erfurt nicht fahren, werden jetzt auch noch umgeleitet über die Altbaustrecke Merseburg Weimar. Dies hat eine zusätzliche Verspätung zur Folge…“

Endbahnhof statt Stuttgart war dann Frankfurt/Main Hbf, Ankunft mit 120 Min. Verspätung. Umstieg in den verspäteten ICE aus Hamburg. Der musste die Fahrgäste aus Berlin zusätzlich aufnehmen und wurde so voll, dass ein Durchkommen zum Speisewagen unmöglich war.

Letzter Umstieg in Tübingen in den RE nach Sigmaringen. Angezeigt wurde am Zug als Fahrtziel:
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Ankunft in Mössingen statt fahrplanmäßig 13:11 erst 17: 25, also über 4 Stunden später.
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Egal, was in der gestrigen Bilanz-Pressekonferenz der Bahn-AG in Berlin zusammengeschönt wurde: die Realität des Bahnbetriebs ist miserabel.


Frühlingsbeginn?

Statt lauen Lüften eisiger Wind vor dem Bahntower am Potsdamer Platz in Berlin, vor der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats. Ein gutes Dutzend aus Stuttgart ließ sich von einer Banner-Demo nicht abhalten.
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Erlebnisbahn heute

Abfahrt Stuttgart Hbf im ICE pünktlich 6:51

Längerer Halt auf freier Strecke.

In Mannheim schon 10 Minuten Verspätung. Ein Herr nebenan im Gang wartet auf den Zughalt und sagt zu seiner Begleitung:
„Was Du jetzt erlebst ist Deutsche Bahn.“ (Anschluss zur Regionalbahn ist verpasst.)

Ankunft Frankfurt mit 12 Min. Verspätung.
Durchsage: Aufgrund einer größeren technischen Störung am Fahrzeug verspätet sich die Weiterfahrt um 10 bis 15 Minuten. - Nach Weiterfahrt die Durchsage: „…hat der Zug 25 Minuten Verspätung

In Erfurt liegt etwas Schnee: „Achtung, hier sind die Bahnsteige stellenweise nicht geräumt und nicht gestreut.“

Abfahrt in Leipzig mit 30 Min. Verspätung.

Hinter „Lutherstadt Wittenberg Hbf“ die
erste Fahrkartenkontrolle in meinem Wagen: „Wer ist ab Leipzig noch zugestiegen?“

Ansage „Berlin Südkreuz super super pünktlich…“ Statt 12:22 wie im ausliegenden „Ihr Reiseplan“ angegeben, ist es aber beim Zughalt 12:51, also 29 Minuten verspätet.

In Berlin Hbf Endstation, auf einem anderen Gleis. Aber es war eine sehr bequeme Fahrt und die Verspätung macht mir diesmal nichts aus.

frostiges Straßenfest

Gestern das Frühlingsfest ohne Frühling. Trotzdem wichtig und richtig. Dank allen Engagierten und Beteiligten!
Foto
schaeferweltweit.de
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Ach Stuttgart

Betr. Stuttgarter Zeitung-Artikel, an den Redakteur:
„….
Wissen Sie, was wir jetzt tun? Wir haben unsere wunderschöne Stadtwohnung, für die wir jahrelang gearbeitet haben, verkauft und verlassen diese von ungebremstem Wachstum zu Tode gerittene Stadt. Wir verlassen Stuttgart mit seinem abgeholzten Schlossgarten, der als einzigartige Oase diese Stadt bereicherte, seinen unsäglichen Glitzer- und Betonburgen, seinen Autos, Stadtautobahnen und den Menschen, die einfach nicht verstehen wollen, dass Wachstum nur im Rahmen einer bestimmten Topografie möglich ist. Nach 34 Jahren. Und ziehen nach Norddeutschland in eine Stadt, die uns fremd ist, wo wir keinen Menschen kennen, aber in dem man atmen und laufen kann. So sieht es aus.“

mal wieder Zugausfälle wg. "Rückbau"

focus/ SWR-Nachrichten heute morgen/

Wegen Bauarbeiten zum Bahnprojekt Stuttgart 21 müssen Pendler und andere Zugreisende sich erneut auf Einschränkungen einstellen.
Wie schon am vergangenen Wochenende können am Samstag und Sonntag zwischen Stuttgart Neckarpark und Stuttgart-Obertürkheim zeitweise nur zwei statt vier Gleise befahren werden. Nach Angaben der Bahn wird dort eine Eisenbahnüberführung zurückgebaut. Demnach fallen mehrere Intercity- und Eurocity-Züge zwischen Stuttgart und Münchensowie Basel und München aus. Weitere Züge werden umgeleitet oder fahren früher ab. Auch der Regionalverkehr ist betroffen: S-Bahnen der Linie S1 verkehren am Samstag nur im Halbstundentakt. Zudem fahren das Wochenende über zahlreiche Regio-Züge zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt bis Ulm später als sonst.

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Und wie hoch sind die damit verbundenen Zeitverluste der Bahnreisenden? Und den Benutzern der „Eisenbahnüberführung“, die abgerissen wird (euphemistisch „Rückbau“ genannt? Die Zeitbilanz für „28 Minuten schneller in Ulm“ wird immer grotesk schlechter!

CDU-Sprech vom Stadtrat

XING: „Stuttgart 21 wird zu Recht als Jahrhundertprojekt bezeichnet, verbunden mit einer Jahrhundertchance – gerade für die Landeshauptstadt Stuttgart. Diese Chance haben wir, die CDU, in verkehrlicher, städtebaulicher, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht stets gesehen und das Projekt deshalb von Anfang an unterstützt.“

Die passende Antwort steht schon dabei:
Milliardendebakel.

Buchmesse Leipzig

Heute morgen im SWR2 im Bericht aus Leipzig: Einer der Kommentatoren hält Streit und Diskurs für wichtig, er vermisst es im aktuellen Geschehen. Die Tendenz der regierenden Politiker in Stuttgart ist aber, über das malade „Jahrhundertprojekt S 21“ nicht mehr zu streiten und zu diskutieren, sondern mit dem Mantel des Verschweigens zu bedecken trotz immer neuer Hiobsbotschaften zur Leistung, Terminen, Kosten, Belästigungen und Risiken. Bekenntnisse in Richtung „Leuchtturmprojekt“ sind kaum mehr zu hören, nur noch von realitätsblinden Menschen wie SPD-Schmiedel.

Prophezeiung

Prof. Bodack an OB Kuhn im Januar 2013:
„… aus meiner Erfahrung bei der Mitarbeit in Projekten der DB kann ich Ihnen versichern: Das Großprojekt Stuttgart 21 übersteigt bei weitem die Kompetenzen und Möglichkeiten der DB AG, es wird nie fertig gestellt werden!“

Es geht voran!?

Foto S.B. am 12.3.2018
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Installation von Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22

"Unter dem Stern...

Demoposter von heute

Am Ende des Demozugs durch dIe Königsstraße kurz vor dem Schwabenstreich am Hauptbahnhof.
Foto S.B.
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Wo er rech(t) hat, hat er rech(t).

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Kommentar A..K.: Erschienen vor fast genau 10 Jahren, lesen sich die Sprüche heute wie Realsatire. Hinreißend unser damaliger Innenminister Rech (am Ende des Artikels):

„Es gibt im Bereich der Verkehrsinfrastruktur kaum ein Projekt dieser Dimension, das so solide durchgerechnet ist wie dieses Bahnprojekt.“

(bezogen auf 3,1 Mrd für S21 & 2 Mrd für Stgt-Ulm).

"Wir lassen nicht locker"

Es wird heller (5. März 2018) und die Demos machen wieder mehr Spass (Foto S.B.):
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Bestandsaufnahme

Pressnotiz: „Die Bahn hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich, mit Rückschlägen bei Qualität und Pünktlichkeit, mit Pannen beim Start der Schnellstrecke Berlin-München und dem Desaster bei Stuttgart 21.“ ______________________________________________________________ Über 70 mal kommt das Wort „Desaster“ in meinen Blogs seit 2008 (!) vor. So z.B. bei Prof. Bodack, einem ausgewiesenen Bahnkenner in ehemaligen Führungspositionen bei der Bahn am 16.09.2013: „Wie kommt es denn, dass gerade in dieser doch hochkulturellen, hochzivilisierten, technisch orientierten Gesellschaft dieses größtmögliche Desaster mit so einem Projekt passiert?“

stimmt nicht ganz

Poster von der letzten Montagsdemo. Foto S.B.
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Fast jeden Montag ist diese Dame aus Karlsruhe dabei mit neuen Postertexten (vgl. Blogs vom 27.2. und 1.3.) Die letzte Zeile stimmt nicht ganz: schon seit Jahren sind die fatalen Folgen des Schadprojekts S21 unübersehbar. Chaos bei der S-Bahn, Sperrung zentraler Statdbahlinien, Verkehrsbehinderungen usw. Die Milliarden fehlen für eine gute Bahn. Ansage heute im Hbf Stuttgart: „Der ICE 16:51 nach Berlin fällt aus.“

"Bezug" 21 (1)

  • Kompliment! Die 21 Werbeschriften „Bezug“ enthalten viel Wissenswertes und fantastisch gute Fotos. Die Texte bejubeln natürlich das Projekt. In dieser Blogserie sollen Ausschnitte kritisch beleuchtet werden.
jz2ZIZgxScaUrZA9juEbEQ_thumb_cee5Kommentare:
  • 250 km? Schafft es der neueste ICE? Wikipedia: Maximum speed: K1n: 230 km/h (140 mph
  • „…weiter nach München“? Die Strecke Ulm-München ist nicht so schnell befahrbar.
  • „… quälen sich die Geislinger Steige hinauf“ Die Qual eines ICE mit Höchstgeschwindigkeit auf einer größeren Steigung im Albaufstiegstunnel dürfte nicht kleiner sein, und, selbst abgestoppt: Nur knapp 5 Minuten (04:55,52) dauert die Fahrt mit dem gut besetzten EC die Geislinger Steige hoch vom Bahnhof Geislingen bis Bahnhof Amstetten.
  • Prof. Bodack: „Die geplante Strecke wird geradezu Unsinn, wenn man feststellt, dass sie von 180 m Höhe im Neckartal auf eine Hochebene von 750 Meter führt, die 200 Meter höher ist als die der jetzigen Strecke. Das kostet erhebliche und vermeidbare Energie, denn nach wenigen Minuten Fahrt müssen die Züge wieder ins Tal der Donau (auf 480 m Höhe) herunter gebremst werden. Statt einer 5 km langen „Geislinger Steige“ mit 2,4% Steigung sollen die Züge gemäß den DB-Plänen 17 km steigen, mit 2,7 und auf kurzem Abschnitt mit 3,3% Steigungen!“ (Memorandum)

Bezug 21 (1)


Kompliment! Die 21 Werbeschriften „Bezug“ enthalten viel Wissenswertes und fantastisch gute Fotos. Die Texte bejubeln natürlich das Projekt. In dieser Blogserie sollen Ausschnitte kritisch beleuchtet werden.

Kommentare:
- 250 km? Schafft es der neueste ICE 4? Wikipedia


  • „…weiter nach München“? Die Strecke Ulm-München ist nicht so schnell befahrbar.
  • „… quälen sich die Geislinger Steige hinauf“ Die Qual eines ICE mit Höchstgeschwindigkeit auf einer größeren Steigung im Albaufstiegstunnel dürfte nicht kleiner sein, und, selbst abgestoppt: Nur knapp 5 Minuten (04:55,52) dauert die Fahrt mit dem gut besetzten EC die Geislinger Steige hoch vom Bahnhof Geislingen bis Bahnhof Amstetten. Das ist ein schlechtes Argument für die Neubaustrecke! Das Reisen auf der alten Strecke ist aber viel schöner.
Maximum speed: K1n: 230 km/h (140 mph

Heidelberg immer dabei

Demo von gestern. Foto S.B.
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Post an Kuhn eingeworfen (Blog 3./4. März)

Holzweg

Demoposter heute, Foto S.B.
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zu den Steilvorlagen für Kuhn

„Immerhin bietet ja Paragraf 313 des Bürgerlichen Gesetzbuches bei einer schwerwiegenden Veränderung der einem Vertrag zugrunde liegenden Umstände die Möglichkeit einer Kündigung oder Vertragsauflösung.“ (Dieter Reicherter an Jochen Stopper)
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Was ist „schwerwiegend“? Der Kostenbetrug der Bahn? Die etwa hundertfach so lange Sperrung der zentralen U-Bahnlinien? Die um einige Jahre verzögerte Fertigstellung von S21? Das Anhydrit-Risiko? Die Kostenexplosion? Die verminderte Bahnhofsleistung? usw. usw.

3 Steilvorlagen für OB Kuhn

Samstag, 3. März 2018

An Herrn OB Fritz Kuhn
Rathaus, Marktplatz
Stuttgart
per reitenden Boten (Fahrrad)


Die Steilvorlagen für OB Kuhn gegen Stuttgart 21


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kuhn,


es liegt mir daran, Sie an nur drei Weichenstellungen zu erinnern, die eigentlich den Projektabbruch hätten bewirken müssen:

  1. Ihr erfolgloser aber rühmenswerter Versuch vom Februar/März 2013:

„Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten. Dem Aufsichtsrat lagen am 05.03.2013 aber insbesondere die Informationen vor, dass S21 um weitere Milliarden teurer werden wird. Somit hatten sich die 77 Mio. Euro Vorteil schon weit in einen vielfach so hohen Nachteil verkehrt,…“

Hier wurde wieder das üble Spiel der DB Bahn offenbar, die Projektpartner und die Bevölkerung zu täuschen und zu übertölpeln und das Schadprojekt S21 auf Teufel und Kommraus zum Schaden von Stadt und Bahn weiter zu treiben.

2. Die Planänderung, die aus 14 Tagen Sperrung zentraler Stadtbahnlinien mehrere Jahre (!) machte. Da hätten Sie als Vorsitzender des Aufsichtsrats Ihre Stimme erheben müssen und auf Abbruch von S21 drängen, meine ich.

3. Die um 4 Jahre verschobene Fertigstellung. Und Sie wissen aus Erfahrung, dass es vermutlich noch Jahre länger dauern wird, wo der Stadt und ihren Bürgern schwerste Behinderungen und Belästigungen zugemutet werden. Das überschreitet jedes Maß und müsste den möglichen und viel besseren Abbruch/Umstieg auslösen. Sie lassen aber den verfahrenen Karren laufen.

Was den von Ihnen befürchteten Imageschaden bei Projektabbruch anlangt: der ist schon da und wird je länger je größer.

Mit freundlichen Grüßen

Die Fahne hoch!

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Claus Schmiedel hält die Fahne für Stuttgart 21 unvermindert hoch.
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Foto Jens Volle
Das Interview in Kontext:wochenzeitung zeigt seine mentale Erstarrung. Nichts dazu gelernt! Sein Wort von „Gottes Segen“ bekommt eine neue Facette:
„Das Projekt lebt. Selbst hauptamtliche Pfarrer breiten die Arme aus und segnen die Tunnel.“

Demoposter Rückseite

Foto S.B. am 26.2.18 auf der Montagsdemo

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Siehe die Vorderseite im Blog von vorgestern. Wer solche Poster macht und auf Demos präsentiert gehört zur Elite der Stuttgarter Bevölkerung, die von der Politik bitter enttäuscht ist. Danke unbekannte Lady!