Christliche Kirche auf Abwegen

15. Jhd.
Judenverbrennung
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"Das ellend iamerig und trostlose volck der iuden... hat das allerhailigst sacrament vilfeltiglich gestochen ... do warden die iuden ... mit gepürlicher peen des tods gestraft". Aus der Schedelschen Weltchronik von 1493

17. Jhd.
Waffen segnen
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Segnungen von Waffen und Munition sind (nicht nur) für den Dreißigjährigen Krieg belegt mit Segnung von Schwert, Fahne, Gewehre, Kanonen, Schließpulver, Kugeln usw.

20.. Jhd.
Partei ergreifen
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1933, Bischof Friedrich Coch, Vereinsgeistlicher d. Inneren Mission, Luth. Kirche Sachsen

21. Jhd.
Tunnel taufen
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„Im Namen der Kirchen“, Film gotteS21segen von Thomas Felder zur Beteiligung der Evang. Landeskirche Württemberg an Stuttgart 21.

Morgen in der ZEIT (Wirtschaft)




Schienennetz: Aus dem Gleis

– Marode Brücken, kaputte Weichen: Die Deutsche Bahn und ihr Eigentümer haben das Schienennetz verwahrlosen lassen. Über Schuldtragende und mögliche Auswege.
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Schuldtragende sind vor allem Vorstand und Aufsichtsrat, wer sonst? Und der „Eigentümer“ wegen schlechter Kontrolle.

Nicht vergessen!

In dem Offenen Brief an Minister W. Herrmann mit dem Betreff „Wie das Volk genasführt wird“ (Memory 35) schreibt Christoph Strecker:

„Wir lassen uns von unserer Regierung nicht zum Narren halten. Wir akzeptieren nicht die Abschaffung des Vertrauens und die Aufkündigung der Redlichkeit.“
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S. B.: Bis heute gibt es zur Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs im Vergleich zu Stuttgart 21 keine befriedigende Antwort aus dem Verkehrsministeriumm, stattdessen
Rabulistik, die der Wirklichkeit ausweicht und sie verdreht. Zum Beispiel die neu ins Spiel gebrachten Begriffe wie „Leistung“ gegen „Leistungsfähigkeit“ (geworben wurde mit einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit um 100 oder mehr Prozent und heute ist ein Minus von 30% nachgewiesen!) „Taktzüge oder vertaktete Züge“ (davon war nie die Rede, z.B. bei der Schlichtung). Ein Zug mit Halt am Bahnsteig in der Spitzenstunde ist ein Zug - egal ob vertaktet, lila lackiert oder ein Sonderzug, voll oder leer), das MVI hat nach Dr. Engelhardt die Hinweise ignoriert. „Die Behörde gibt sich in der kontroversen Diskussion am Ende mit ihrer angeblichen Unwissenheit zufrieden und teilt mit, die DB Netz AG habe „eine vertiefte Untersuchung ... aber abgelehnt“ (Memory 35).


Profit vor Bahnkundschaft

Zum Thema „Reisekomfort“ informierte heute Prof. Bodack bei der Konferenz „Kopf machen“: Die DB Station & Service AG sei eine Goldgrube und bringe den Managern Boni. Den Stationsgebühren von 1,1 Milliarden steht ein satter Gewinn von 200 Millionen gegenüber, also ein Profit über 20 Prozent.

Foto von heute im Stuttgarter Bahnhof (man beachte auch die Bahnsteigoberfläche):
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Solche Sitzgelegenheit aus Metall sind zwar weitgehend wartungsfrei, bringen den Kunden aber bei kaltem oder kühlem Wetter wie heute wenig Komfort. Wer keine Zeitung o.ä. zum Unterlegen hat, wird ungern Platz nehmen. In andern Ländern sind die Sitzgelegenheiten mit sitzfreundlichem Holz belegt, das aber wegen Verwitterung gewartet und erneuert werden muss. Aber die DB Station&Service mutet den Bahnkunden solche Unbequemlichkeiten zu. Für einmal Pipi (meine Altersgruppe 70+ ist besonders betroffen) sind ein ganzer Euro an eine Fremdfirma zu löhnen (umgerechnet fast 2 DM!), weil auch bei solch elementaren Bedürfnissen die Kundschaft kräftig abkassiert wird. Eine Bürgerbahn sieht ganz anders aus.

Aus dem Offenen Brief (
Memory 27) an Bahnhofsleiter Hantel vom 10.7.11:
„Am Rande: Dass der jetzige Bahnhof zu einem stillosen Ramschladen (zum Beispiel Verkaufsbuden in der Halle) verkommen ist und z.B. bei den Gepäckboxen eine gnadenlose Abzocke statt „Service“ stattfindet, fällt in Ihre Kompetenz, der Sie im Hinblick auf die Bahnkundschaft nicht gerecht werden - schon gar nicht auf den Bahnhöfen im Landesinneren. Die Bahn denkt erst nach ihrem Gewinnstreben an den Bahnkunden, das kann leicht hundertfach belegt werden. Ihre „Möhrchen“, zumindest die einiger unfähigen Bahnvorstände sind für die Bahnreisenden extrem kontraproduktiv.“

Großdemo heute Marktplatz Stuttgart

Demoplakat von C.D.
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Heute 16:00 Großdemo Video Diskussion

Belgien/Brüssel (2)

Blick auf Stuttgart 21 aus der Ferne. T. Ruess aus seiner Wahlheimat Belgien in einer aktuellen Mail:
„Es kommt Alles so, wie es kommen muss, was sinnschwach konzipiert wurde, wird auch durchs Bauen, Grubeln und Buddeln nicht wirklich gut.“

Verkehrswende rückwärts

Werner Sauerborn in seiner heutigen Rundmail zur Klimaentwicklung:
„Es ist hundertmal gesagt: Zugfahrten in (60km) Tunneln, runter in den Tiefbahnhof, bremsen und dann steile Berge hoch, das ist energetisch absurd. Ein Bahnhof, der auf ewig erheblich weniger leistet als der bisherige, verlagert den (wachsenden) Verkehr von der Schiene auf die Co2-intensivere Straße - Verkehrswende rückwärts!“

Die falsche Propaganda ist dokumentiert

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Die Quellen zur Werbebroschüre „21 gute Gründe für Stuttgart 21 sind im Netz vollständig vorhanden:

Erste Auflage, Landeshauptstadt Stuttgart, Stabsabteilung Kommunikation, Dezember 2008, 18 Seiten. Dieses .pdf kannte ich noch nicht (aber natürlich habe ich die gedruckte Broschüre).

Bereits Jahr 2009 sind die
„21 guten Gründe“ von mir analysiert und zurecht gerückt worden. („Raffinierte Propaganda“ Zitat aus meiner Büttenrede vom Rosenmontag 2014)


Fünfte (letzte) Auflage, Kommunikationsbüro, Oktober 2011 (bis Ende 2013 als Broschüre im Turmforum und Rathaus Stuttgart ausgelegt)

Acht Spiegelungen im Archiv der Landesbibliothek von 2010 bis 2014.
Auf Anfrage beim Landesarchiv bekam ich freundliche Hilfestellung: „Das Auffinden der Broschüre auf den archivierten Seiten der WLB ist in der Startseite greifbar ist - und ausgerechnet bei denen wird man zunächst auf die englische Seite geleitet. Man muss daher zunächst auf den sehr kleinen Button „German" klicken und dann etwasherunterscrollen. Es erscheint dann ein Banner „21 gute Gründe", der auf die 2. Auflage der Broschüre verweist.“


"Die Stadt wird schöner" (6)

Anfang 2009 stieg die Stadt Stuttgart groß in die Werbung für das Bahnprojekt S21 mit den „21 guten Gründen“ ein. Die 2. Auflage kam aus dem „Kommunikationsbüro“ im Juni 2010, also 1 1/2 Jahre später. Wie stark das Werbeheft umgearbeitet wurde, zeigt sich an den 21 Kapitelüberschriften. Nur einer der 21 guten Gründe hat den gleichen Titel, nämlich Nr. 13 „Die Stadt wird schöner“. (Thema meines Vortrags im Rathaus 2010), Illustriert mit der un-möglichen Visualisierung des Parks „vorher - nachher“; zusammen mit den frei erfundenen und nachgewiesen falschen Behauptungen „Zentralachse“ und „Blickachse“ ist dieses Kapitel ein treffendes Beispiel von „falschen Werbesprüchen“ und „Luftnummern“ (Schluss meiner Büttenrede).
Vergleich 1.:5. 22.4.14
Vergleich 1. und 5. Auflage
(.pdf mit Titel-Vergleich bitte öffnen)

Aus „Die Stadt wird schöner“ (2) vom 20.02.2012
grohe-schlossgarten-fru0308her-und-heuteFotos Manfred Grohe
Inzwischen ist auch der stolze, denkmalsgeschützte Südflügel abgerissen und das Baugelände mit einem Geflecht blauer Rohre besetzt.

Scheitert mit oder ohne Protest

Aus einer E-Mail von heute: „Stuttgart 21, dieses Projekt, das sich nun schon so lange hinzieht, ist schon sehr merkwürdig. Jeder der klar denken kann, muss sehen, dass dieses Projekt destruktiv ist. Und doch halten sie alle daran fest... Das Bahnprojekt darf nicht gestoppt werden, weil eine Protestbewegung der Bürger keinen Erfolg haben darf.“
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Auch ohne Protestbewegung: Stuttgart 21 trägt den Keim das Scheiterns in sich. Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich.

„Das Ende der DDR“

Im Vortrag von Christoph Bergner zum Thema „Das Ende der DDR“ an der Universität Tübingen 2013 steht unter der Überschrift „Meilensteine auf dem Weg zum Ende der DDR“ an erster Stelle „Montagsdemonstrationen ab Oktober 1989“. (Erlebte DDR-Geschichte S.193)
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„Das Ende von Stuttgart 21“ könnte ähnlich zustande kommen.

Desaströs

Zum Thema Stadtzerstörung schreibt Architekt Jochen Siegel von den ArchitektInnen für K21 heute in der Stuttgarter Zeitung einen Leserbrief (bitte Datei öffnen):

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Die offen liegende Verwüstung der Stadt mit öder Beton-Investoren-Architektur hängt eng mit dem unsinnigen Bahnprojekt Stuttgart 21 zusammen.

alternative Lesart

Aktuell auf der Website des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm:
„Die Broschüre "21 gute Gründe für Stuttgart 21" arbeitet das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm umfassend auf und stellt seine Bestandteile kurz und prägnant vor. Mit zahlreichen Visualisierungen und Grafiken macht sie Zusammenhänge leicht verständlich und bietet einen einfachen Einstieg in das Bahnprojekt. Als Printausgabe ist die Broschüre im Turmforum erhältlich.“
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Alternative Lesart von Siegfried Busch:
Die Broschüre „21 gute Gründe für Stuttgart 21“ enthält „eine Sammlung von Halbwahrheiten, falschen Werbesprüchen und Luftnummern.“ (Zitat aus meiner
Büttenrede). Den Nachweis erbrachte ich bereits im Jahr 2009 in einer besonderen Serie mit der kritischen Betrachtung aller 21 Gründe (hier aufrufen). Die Printausgabe ist seit Dezember 2013 nicht mehr im Turmforum erhältlich.

Drei Entgleisungen im neuen Gleisvorfeld an derselben Kurve!

Stuttgarter Nachrichten aktuell:
„Die Untersuchungsbehörde stellt einen Zusammenhang mit der Verkürzung des Gleisvorfelds für den Bau von Stuttgart
21 fest.“
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Zwei Jahre brauchte das Eisenbahn-Bundesamt zu dieser Feststellung, die allen vernünftigen Menschen sofort klar war: das neue Gleisvorfeld war „aus wirtschaftlichen Erwägungen“ (!) zu eng gebaut worden.

Error und sorry!


Siegfried Busch
Registriert seit: 30.12.2009
Kommentare: 7
16. April 2014 - 13:08 Uhr
Error! Zu meinem Kommentar vom 14. April: Es stimmt nicht, dass die "21 guten Gründe "klammheimlich aus der Bahnwebsite entfernt worden" sind. Sie finden sich auch noch aktuell samt den überholten Gesamtkosten bei HTTP://WWW.BAHNPROJEKT-STUTTGART-ULM.DE/NO_CACHE/DE/MEDIATHEK/DETAIL/MEDIA/21-GUTE-GRUENDE-FUER-STUTTGART-21/. Sorry!
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Veröffentlicht heute in der
Badischen Zeitung.

Der Dichter spricht (25)

„Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.“

Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Maximen und Reflexionen, Nachlass, Über Literatur und Leben)
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Das Projekt „Querdenken“, später Stuttgart 21, war eine Idee von Politikern. Diese Idee war jedoch verfehlt und die Planung „Murks“ (sma-Chef Stohler) . Bahn-Fachleute haben nie verstehen können, warum ein Hochleistungs-Bahnhof einem halb so großen U-Bahnhof weichen soll. Aber die Politik möchte nicht zurück und die Bahn kommt bei der Umsetzung „nicht zu Rande“. „Murks bleibt Murks“, Demoplakat im Blog vom 30. März.

Mein Thema: 21 gute Gründe...

Leserbrief an die Bad Zeitung (veröffentlicht)
Die Projekt-Website ist eine Propagandaveranstaltung und ein hilfloser Versuch, den mageren Baufortschritt hoch zu jubeln. Stuttgart 21, die Mutter aller Katastrophen-Großbaustellen, wird scheitern. Die "21 guten Gründe für Stuttgart 21" von 2009 sind abhanden gekommen und aktuell klammheimlich aus der Bahn-Website entfernt worden, die Druckschriften bereits Ende 2013 aus dem Verkehr gezogen; es finden sich aber diverse Spiegelungen der Württ. Landesbibliothek, in denen das Werbeheft weiterhin zu finden ist. http://www.boa-bw.de/jspview/downloads/frei/b46758a2-2d36-4e7a-880b-4fef47a36f61/0/bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/en-gb/21-good-reasons/default.html. Stuttgart 21 ist offensichtlich Sinn-los geworden. Die Planungsfehler und Beschönigungen vulgo Lügen stinken zum Himmel und werden das Projekt scheitern lassen. Mehr bei www.metropolis21.de. Oben bleiben!

Video vom Rosenmontag

Schluss meiner Büttenrede bei der Rosenmontagsdemo zusammen mit Micki Kauschke (Assistenz und Pantomime) und Uli Gsell (Tuba):

„Die 21 guten Gründe für Stuttgart 21 sind eine Sammlung von Halbwahrheiten, falschen Werbesprüchen und Luftnummern. Mit den 21 Gründen will man die Bürger aus dem Ländle zum Narren halten. Deshalb sind wir ja so narret!“

Walter Steiger hat mich auf ein mir bisher unbekanntes sehr gutes Video aufmerksam gemacht.
Das Video stammt von Günther Hofmann, dem zweiten aktiven Kameramann neben Rolf Heidemann bei flügel.tv: hier öffnen.

Drei Tage Blogpause

Raus aus dem Stuttgart 21 - Käfig! Kein Internet, kein iPhone, keine e-Mails, keine Zeitungen. Stattdessen Radfahrt in den Frühling mit Lektüre und Musik.

Einfädler CDU

Demoplakat vom Cannstatter Marktplatz am 7.4.14
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Die Verzweiflung und Wut der Bürgerschaft macht sich Luft. Das Lügenprojekt wird nicht einfach hingenommen - noch lange nicht, wie die große Demo in Cannstatt gezeigt hat.

Wie wäre es bei Stuttgart 21?

Doppel-Blog für 7. und 8. April

Presseportal Bundespolizei Lübeck:
Brennender Zug in Lübeck
Feueralarm im Lübecker Hauptbahnhof. Kurz vor 16.30 Uhr lief der aus Hamburg kommende Regionalexpress in den Hauptbahnhof ein. Aus dem Schornstein des Triebfahrzeuges (Lokomotive), welches den Zug schob, sprühten plötzlich Funken, dann brannte es.

Die Lübecker Feuerwehr war schnell mit 60 Kameraden vor Ort und veranlasste nach kurzer Inaugenscheinnahme, dass das Triebfahrzeug aus dem Bahnhof gezogen wurde, um dort, nachdem das Feuer gelöscht war, auszukühlen.

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Stuttgarter Zeitung - Am Montagnachmittag hat eine S-Bahn wegen einer Türstörung an der Haltestelle Universität in Stuttgart-Vaihingen nicht mehr weiterfahren können.

Während die S-Bahn die Haltestelle Universität blockierte, wurde die Linie S1 in Richtung Plochingen umgeleitet und hielt in Stuttgart Hauptbahnhof (oben, Gleis 3/4) - ohne Halt zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof.
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Zu Lübeck: Bei S21 kann der brennende Zug nicht aus dem Bahnhof ins Freie gezogen werden, höchstens in eine Tunnelröhre. Wie kann die Feuerwehr löschen? Das ist noch ungeklärt.
Zur S-Bahn: Bei Stuttgart 21 gibt es noch kein Notfallkonzept, eine Umleitung über die Gäubahn nach Hauptbahnhof oben ist dann nicht möglich.




„Mein Stuttgart - wohin denn du?“

Änderung der Hölderlin-Gedichtparodie „METROPOLI S21“ auf Vorschlag eines Hölderlin-Verehrers im Februar 2009.

Das war im September 2011. Hat sich was geändert?

Blog vom 11.9.11
Die
Wochenzeitung Kontext:
„Sehr segensreich war sicher nicht, was die Befürworter bislang an Tricks, an Tarnen und Täuschen für dieses Projekt aufgeboten haben:
- falsche Zahlen bis zum Überdruss,
- fragwürdige Gutachten,
- mangelnde Transparenz,
- Verharmlosung gewaltiger Risiken,
- eine haarsträubende Wirtschaftlichkeitsrechnung,
- undurchsichtige Verträge
- und am Ende gar noch brutale Gewalt.“(Formatierung S.B.)
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Wie ist heute der Stand, nach 3 1/2 Jahren?
- Trotz Regierungswechsel von Schwarz nach Rot-Grün kein Baustopp, wider alle Vernunft
- an vielen Stellen Baubeginn, aber bei S21 noch an keiner einzigen späterer Tunnelröhre, nur Zuführungen u.a.
- nach der Devise „Fakten schaffen“, um Unumkehrbarkeit vorzutäuschen mit erhöhtem Erpresserpotential für Land und Stadt
- „Tunneltaufen“ mit großem Brimborium und markigen Reden, unterstützt von den Kirchen (!)
- Chaos im S-Bahn-Verkehr mit fatalen Verspätungen
- drohendes Chaos bei der U-Bahn wegen Unfähigkeit der Bahn, die ursprüngliche und genehmigte Planung (Nesenbach-Düker) umzusetzen
- Chaos und Verwirrung im Hauptbahnhof mit zusätzlichen Wegen
- Fahrplankürzungen im Regelbetrieb der S-Bahn
- die Grenze der Wirtschaftlichkeit lst längst um Milliarden überschritten

- Verunstaltung der Stadt durch 17 km blaue Rohre
- ...

Hä?

Bericht in der Remszeitung über einen Schulbesuch vom ehemaligen Projektsprecher Wolfgang Drexler:

Nach wie vor stehe er zum Bahnprojekt Stuttgart 21, sieht aber die Rolle der Bahn kritisch, dennoch sei es die einzige Chance für die Stuttgarter, nicht im Verkehr zu ersticken.
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Anmerkung W.Z.: „Drexler, Schmiedel, Schmid - Garanten für den Niedergang der SPD im Ländle.“

Wegducken geht nicht!

Mail an das Kommunikationsbüro der Stadt Stuttgart
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Sehr geehrte Frau Biehler,

seit Jahresanfang 2009 gab es die kleine Broschüre „21 gute Gründe für Stuttgart 21“, Herausgeberin: Landeshauptstadt Stuttgart, Stabsabteilung Kommunikation, Stand: Dezember 2008 im quadratischen (Pixi-) Kleinformat 11x11 cm.


Die „21 guten Gründe“ erwiesen sich inzwischen bei kritischer Betrachtung vielfach als fragwürdig, halbwahr oder grob falsch. 

Die Schrift ist inzwischen offenbar zurück gezogen worden, nachdem sie - in Nachfolge Kommunikationsbüro - bis Ende letzten Jahres (2013) im Rathaus und im Turmforum ausgelegen hat, zuletzt die 5. Auflage.

Wäre es nicht redlich und angebracht, die vielen Irrtümer und unsachlichen Behauptungen von Seiten der Stadt richtig zu stellen, auch wenn das unangenehm bis peinlich ist (Beispiel: Blickachse und Zentralachse bei "Die Stadt wird schöner", dargestellt bei 
http://www.siegfried-busch.de/page24/page24.html)?

Wenn die guten Gründe weitgehend weggebrochen sind, ist auch die Sinnhaftigkeit von Stuttgart 21 dahin. Soll trotzdem die Stadt noch mehr zerstört und das Verkehrschaos jetzt und künftig (nach Fertigstellung des Wurmbaus zu Babel) hingenommen werden?

Wer das damals verantwortet hat - bei persönlicher Vorsprache im Rathaus konnte ich es nicht erfahren, es sei "ein Team" gewesen - möge sich doch dazu bekennen und seinen Irrtum zugeben.  Irren ist menschlich, aber zum Zugeben des Irrtums gehört eine Größe, zu der sich die Stadt bislang nicht aufgeschwungen hat. Wenn das unterbleibt, trifft das Wort "Lügenpack" auch die Stadt Stuttgart, damalige Leitung bzw. die Herausgeber der Werbeschrift.


In meiner Büttenrede vom Rosenmontag 
http://www.siegfried-busch.de/styled-19/index.html habe ich die "21 guten Gründe" aufs Korn genommen und mit Faschingsrufen aus dem Ländle garniert. Inzwischen ist das Heft auch auf der Projektwebsite der Bahn herausgenommen!! Es finden sich aber diverse Spiegelungen des Hauptstaatsarchivs, in denen das Werbeheft weiterhin zu finden ist. http://www.boa-bw.de/jspview/downloads/frei/b46758a2-2d36-4e7a-880b-4fef47a36f61/0/bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/en-gb/21-good-reasons/default.html
Wie gut! So einfach kann man sich bei der Stadt und dem Kommunikationsbüro doch nicht wegducken.

Diese E-Mail an die Stadt stelle ich in mein Blog und Ihre Antwort später dazu, wenn sie eingegangen ist. 


Mit freundlichen Grüßen


Siegfried Busch   www.metropolis21.de

„Sei, wenn Neues du sagst, so bestimmt als möglich, doch sei auch
völlig gewiss, man seh‘s schief, und erkläre dich falsch.
Denn du begehst ja nur einmal den schrecklichen Fehler der Neuheit.“
(Klopstock)

April, April!

BER wird Weltkulturerbe

1. weil es ein Sinnbild für Unvollkommenheit und Scheitern ist
2. weil man davon ausgehen kann, dass der Bau sowieso länger dauern würde als der Bau des Kölner Doms. Er ist also nachhaltig.

Die Bearbeitung des Antrags bei der Unesco dauert erfahrungsgemäß auch mehrere Jahre. Also keine Eile mit dem Bau. Baustopp jetzt, auch Wowereit sagt im Interview: nicht weiterbauen.
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Zweite Version: S21 statt BER, Kretschmann statt Wowereit.

Theorie und Praxis a la Merkel

Seibert erklärte in Berlin, Merkels grundsätzliche Überzeugung, dass es sich bei Stuttgart 21 um ein wichtiges Vorhaben für die Region und Deutschland insgesamt handele, habe sich nicht geändert. Zugleich gelte jedoch: „Ein solches Projekt muss wirtschaftlich sein, und die Zahlen müssen stets überprüft werden.“ (Quelle momentan nicht greifbar, zitiert aus dem Blog vom 22.2.2013)
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„Zugleich gelte jedoch“ mutierte inzwischen ins Gegenteil weil
- Das Projekt nachgewiesen stark unwirtschaftlich ist und
- die Zahlen vom Bundesrechnungshof nicht überprüft wurden und vielleicht auch auf Weisung „von oben“ nicht mehr bekannt gemacht werden (Blog von gestern).

Stuttgart 21 ist Betrug.